Es ist bekannt, dass sich Nikotin sowohl beim Mann, als auch bei der Frau äußerst negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt.
Rauchen verschlechtert die Qualität der
Spermien und reduziert die Anzahl der lebensfähigen Samenzellen. Andererseits wird auch der
weibliche Zyklus beeinflusst.
Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die schädigende Wirkung nicht nur von Nikotin ausgeht, sondern auch von jenen Substanzen, die durch das Abbrennen einer Zigarette entstehen: Der
Rauch enthält über 4.000 verschiedene Inhaltsstoffe, dazu zählen unter anderem Teer, Arsen, Benzol, Cadmium, Blausäure, Blei und Kohlenmonoxid. Viele dieser Bestandteile sind giftig, mindestens 43 von ihnen sind mögliche Auslöser von Krebs - sogenannte Kanzerogene oder Karzinogene.
Speziell bei Raucherinnen treten Fehlgeburten, vorzeitige Plazenta-Lösungen und Missbildungen häufiger auf. Kinder von Raucherinnen sind zudem in der Regel kleiner und nach der Geburt anfälliger für Erkrankungen.
Sie können sehr viel dazu beitragen, ein gesundes Kind zu bekommen, wenn Sie das Rauchen schon etwa 3 Monate vor einer Behandlung einstellen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei Paaren, von welchen auch nur ein Partner raucht, die Chance, eine Schwangerschaft zu erzielen, bzw. diese ohne Probleme auszutragen, durch das Nikotin um etwa die Hälfte reduziert ist!
Entgegen weit verbreiteter Meinungen, kann sich auch passives Rauchen negativ auswirken. Der Tabakrauch in der Raumluft enthält die gleichen giftigen und krebserregenden Inhaltsstoffe wie der direkt inhalierte Rauch.
Literatur:
Eggs in the Balance.
Nature Genetics 28, 300-301 (2001)